Ein Kanadier half in der Ukraine – und kam dabei fast ums Leben.

Er kam im Alter von nur 19 Jahren aus Calgary, Kanada, um in der Ukraine zu helfen. Russland versuchte, den zivilen Helfer mit einer Drohne zu ermorden – doch er überlebte und macht weiter. Dies ist die unglaubliche Geschichte unseres Freundes Mac.


Von Kanada in die Ukraine
Als Mac mit 19 Jahren das erste Mal in seinem Leben seine Heimat verließ, führte ihn der Weg direkt in ein Kriegsgebiet. Gemeinsam mit seinem Vater Paul gründete er die Hilfsorganisation HUGS (Helping Ukraine Grassroots Support). Mit dieser NGO halfen die beiden an vorderster Front: Sie evakuierten Familien aus besetzten Gebieten, lieferten Hilfe in zerstörte Dörfer und riskierten dabei täglich ihr Leben.
Zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Freund Oleh brachte Mac über 100 Menschen in Sicherheit – in Cherson und Charkiw, dort, wo die Gefahr am größten war.
Doch das reichte Mac nicht. Als er 2025 seinen engen Freund Oleh verlor, der ebenso Volunteer war, entschied er, selbst einzutreten. „Wenn er sein Leben gab, dann will ich auch alles geben“, soll er gesagt haben.

Mac zusammen mit Oleh bei ihrer täglichen Arbeit in Kherson – Lieferung ans lokale Krankenhaus.

Der Tag, der alles veränderte

Am 1. Juli 2025, dem Canada Day, griffen russische Shahed-Drohnen die Region Saporischschja an. Mac war unterwegs, als eine Explosion ihn unter ein brennendes Fahrzeug schleuderte. Er erinnert sich an den beißenden Geruch von Diesel und das Gefühl, wie Flammen seine Haut verzehrten. Eingeklemmt, unfähig sich zu bewegen, schrie er vor Schmerzen.
Seine Kameraden fanden ihn – und hörten ihn flehen:
„Bitte erschießt mich … ich will nicht lebendig verbrennen. Ich flehe euch an.“
Doch sie gaben ihn nicht auf. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens – sie erlitten selbst schwere Verbrennungen – zogen sie Mac aus dem Inferno. Sein Körper war von drittgradigen Verbrennungen gezeichnet, nur ein großer Zeh blieb im Feuer zurück.

Im August 2025 besucht ein Teil des Bravery Teams Mac und überbringt ihm ein paar kleinere Geschenke für die vorher auf X Geld gesammelt wurde.

Überleben, Therapie, Hoffnung
Heute, mit 23 Jahren, liegt Mac in einem Krankenhaus in Kyjiw. Wochenlang konnte er nur im Bett liegen, bewegungslos, während Ärzte Hauttransplantationen durchführten. Dabei wurden Hautstreifen von seinen Oberschenkeln auf die verbrannten Stellen verpflanzt.
Nach 53 Tagen wagte er die ersten Schritte an Krücken. „Es ist anstrengend, ein langer Prozess. Aber es ist gut, wieder auf den Beinen zu sein“, sagt er.
Sein Vater Paul – selbst kanadischer Veteran – wich seit dem Angriff nicht von seiner Seite. Er lebt in einem gespendeten Wohnmobil mit kanadischer Flagge, das auf den Parkplätzen der Kliniken in Kyjiw und Lwiw steht.
Doch nicht nur körperlich, auch seelisch ist der Weg zurück schwer. Das Surren der Shahed-Drohnen verfolgt Mac bis heute in Albträumen. In der Klinik bekommt er psychologische Betreuung – und zieht Kraft aus dem, was ihm geblieben ist.
„Ukraine always survives“
Auf seinem Arm trägt Mac ein Tattoo, das kanadisches und ukrainisches Symbol vereint: ein Ahornblatt verschmolzen mit dem ukrainischen Trysub, in den Farben Blau und Gelb. Als die Ärzte nach dem Angriff zum ersten Mal die Verbände lösten, schaute er darauf – und das Tattoo war unversehrt geblieben.
„Ukraine always survives.“
Für Mac ist es mehr als ein Tattoo. Es ist ein Versprechen – an sich selbst, an die Ukraine, und an alle, die ihn in den dunkelsten Stunden nicht aufgaben.
Ein Aufruf zur Unterstützung
Macs Weg zurück ins Leben ist lang und teuer. Operationen, Hauttransplantationen, Reha – und dazu eine Wohnung in Kliniknähe für seine Freundin, die ihn begleitet. Gemeinsam mit seinem Team und seinem Vater wurde dafür eine Spendenkampagne ins Leben gerufen.
Diese Kampagne ist unabhängig von Bravery e.V. – sie stellt keine Spendenquittungen aus. Doch sie bietet etwas, das unbezahlbar ist: die Chance, einem jungen Mann, der alles für die Ukraine gab, seine zweite Chance im Leben zu ermöglichen.

👉 Mehr über die Kampagne und Möglichkeiten zur Unterstützung findet ihr hier:
https://hugsukraine.org/big-mac/

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *